©Dr.Liethen

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Die Heilige Apollonia wurde im Mittelalter zur Patronin der Zahnleidenden und später auch zur Schutzheiligen der Zahnmedizin.
 Der Jungfrau wurden während einer Christenverfolgung ca 250 n.Chr. in Alexandria die Zähne aus dem Kiefer gebrochen,
 bevor sie getötet wurde. 

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Diese Darstellung der Heiligen ist ca aus dem Jahre 1500 und befindet sich in der Kirche von Hattula in Finnland

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Eine Vergrößerung des Speeres, den die Heilige in der rechten Hand hält, zeigt auf der Spitze einen Backenzahn

Appolonia

Standbild der Hl.Apollonia in der Kirche von Saint-Pol (Bretagne). Der Text auf dem Schild besagt in deutsch:
"Stanbild von der Heil apollonia
Beschützerin der Zahnärzte
Ihre henker zogen ihr alle zähne aus"

(originalschreibweise)
 ©Erlaubnis des Copyrightinhabers liegt vor


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Quelle:wikipedia

Aber auch ein Naturglaube spielte bei der Hoffnung auf die Beseitigung von Zahnschmerzen lange Zeit eine Rolle, wie bei dem Tumulus von Evessen (Landkreis Wolfenbüttel) geschehen.

Dem ungefähr 800jährigen Baum maß man in älterer Zeit wundertätige Kräfte zu. So berichtet Richard Andree in seiner Braunschweiger Volkskunde (1901) von dem damals noch lebendigen Brauch, Zahnschmerzen auf diese Linde zu übertragen. Unter Aufsagung eines bestimmten Zauberspruches musste der "Patient" einen Nagel einschlagen, was diesen von seinem Leiden befreite.
Der Baum wurde mit dem Problem anscheinend besser fertig. Die alten handgeschmiedeten Nägel sind noch im Stamm zu entdecken.
 (Quelle:
http://www.region-braunschweig.de/archaeo/ao-evessen-01.html )


Der ‘Zahnweihherrgott’ , eine Schmerzensmanndarstellung aus Stein, eine der wenigen noch erhaltenen in Österreich, befindet sich im Original seit 1950 im Inneren des Stephansdomes.

Seit der Erstehung einer Legende im frühen 19.Jh. wird der Zahnweihherrgott von vielen Wienerinnen und Wienern aufgesucht, um Erleichterung bei Zahnweh zu beten.

Bildquelle: wikipedia

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Trotz dieses noch bestehenden Volksglaubens wurde mit Beginn der Neuzeit ca 1500 - 1600 wurde die Zahnmedizin dann langsam auf  eine wissenschaftliche Basis gestellt, bis sie  den heutigen Stand erreichte

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