©Dr.Liethen

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Von frühesten Zeiten an litten die Menschen unter Karies- und Parodontoseproblemen. Die Getreide wurden mit Steinmühlen gemahlen und daher befanden sich kleine Steinchen im Brot. Dadurch und durch die andere, recht grobe Nahrung, wurden die Zähne stark in Mitleidenschaft gezogen. Bereits in frühen Kieferknochen finden sich die typischen Anzeichen für Eiterherde und tief zerstörte Zähne.

Vor kurzem entdeckten Forscher, daß bereits vor ca 8000 Jahren in Menschenzähnen gebohrt worden ist. In der Ausgrabungsstätte Mehrgarth, Pakistan sind Zähne mit genau begrenzten, konzentrischen Löchern gefunden worden, die nur den Schluß zulassen, daß hier ein früher Kollege aus therapeutischen Gründen einen Bohrer angesetzt haben muß. Es wird vermutet, daß die Löcher mit Bienenwachs aufgefüllt wurden.(spiegelonline 20.9.2012)

Imhotep

Imhotep.ca.2630 v.Chr. ist der erste namentlich bekannte Arzt der Geschichte. Sein Name bedeutet: Der in Frieden kommt. Er gilt als Begründer der ägyptischen Medizin. 2000 Jahre nach seinem Tod wurde er in den Rang eines Gottes erhoben und gilt als Beschützer der Medizin und des Heilens (wikipedia-Gnu-Lizenz der freien Dokumentation)

Da Ärzte in Ägypten bei Versagen ihrer Kunst (Gerüchten nach) getötet wurden, kann der Beruf nicht sehr gesucht gewesen sein.
Ehrlicherweise muß man auch sagen, daß es noch eine andere Deutung der Schriftzeichen auf der Tafel gibt.Nach neueren Forschungen ist die Tätigkeit von Zahnärzten in Ägypten wieder stark in Zweifel gezogen worden, da die Zähne der Mumien eine erschreckende Abnutzung aufweisen.

Quelle Bild: wikipedia

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Quelle:prodente e.V./Medizinhistorische Sammlung des Karl-Sudhoff-Instituts, Universität Leipzig

Die Etrusker schufen bereits 500 v. Chr. Zahnersatz aus Goldbändern und Zähnen von Toten.
Diese waren durchaus zu benutzen und zeigen die hohe Kunst der Ärzte zu dieser Zeit
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Die wohl ältesten Überreste einer Zahnärztin wurden in einem Brandgrab aus der Zeit um 100 n.Chr. in Wederath im Hunsrück gefunden. Es gehörte zu dem kleinen römischen Vicus Belginum östlich von Trier mit einer mehr oder minder romanisierten keltischen Bevölkerung. Das römerzeitliche Gräberfeld enthällt zwei Zahnrztgräber der Zeit um 100 n.Chr.Die Prüfung der Aschenreste des Brandgrabes Nr.1539 führte zum Ergebnis, daß es sich - wenn man überhaupt ein Urteil wagt - am ehesten um eine zierliche Frau gehandelt hat. Die Frau hatte eine eiserne Zahnzange sowie ein Rasiermesser im Grab bei sich;sie praktizierte also nach Art neuzeitlicher Barbiere, die zugleich Wundärzte waren (Künzl).

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Abbildung mit freundlicher Genehmigung von Herrn Dr.Dr.J.Sprang

In einem archäologischen Grab auf der Playa de Los Muertos im Ulloa Valley von Honduras wurde 1931 das erste bekannte dentale Implantat der Medizingeschichte entdeckt. In einem großen Unterkieferfragment einer etwa 20jährigen Maya-Frau aus dem 7. nachchristlichen Jahrhundert sind drei verlorengegangene Schneidezähne durch künstliche Zähne aus der Schale einer doppelwandigen Molluske ersetzt. Ursprünglich wurde angenommen, dass dieses Schalensubstitut post mortem inseriert worden ist. Der brasilianische Zahnmediziner Amadeo Bobio konnte 1972 aufgrund radiografischer Untersuchungen nachweisen, dass diese Implantate osseointegriert waren und zu Lebzeiten eingesetzt worden sind.(Zitat:Dr.Dr.Sprang)

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